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Charles, m. kastr., geb. 02/14

Ansprechpartner ist: Ute Heberer, Tel: 0171-5858495

oder Hundehaus: Tel. 06063-939848, Mail: hundehaus@tiere-in-not-odenwald.de

Charles ist mittlerweile Mitglied unserer Trainingsgruppe "TiNO-Hundetraining 2.0" und er macht es toll! Mehrmals pro Woche lernen die Hunde mit ihrer Bezugsperson den Situationen auf Spaziergängen lässiger zu meistern. Immer von Trainern begleitet, stellen sich die Teilnehmer den Themen, auf die man im Hundealltag so stößt, seien es Hundebegegnungen, Bürsten, Autofahren, Pfoten abputzen, etc.

Update 10/17: Charles ist zurück im Odenwald

Charles ist nun schon viele Monate bei uns, und wir konnten schon viel über ihn herausfinden und trainieren. Im Fokus: Charles ist leider ein Bällchen-Junkie, wie er im Buche steht. Auch auf andere Bewegungs- oder "Stimmungs"reize wie rennende Hunde, raufende Hunde, quietschende Dinge reagiert Charles massiv. Er möchte dann so schnell wie möglich dorthin und die Dinge ins Maul nehmen (oder raufen).


Dieses Problem könnte man natürlich mit gutem Gehorsam und Anleinen lösen. Aber hier kommt Charles' zweite große Baustelle zum Tragen: Nicht-hin-können verleitet Charles zu massiven Frust- und Wutanfällen, in denen er bevorzugt dem Leinenführer in den Unterarm beißen will - ggf. macht er in diesen Momenten auch einen ganz neuen Konflikt auf. Er streitet dann erst ausgiebig mit dem Leinenführer, und kümmert sich danach wieder um sein eigentliches Objekt der Begierde. Wir vermuten, dass Charles mit diesem aggressiven Verhalten öfters Erfolg hatte, da seine "Technik" sehr ausgefeilt und gezielt wirkt. Charles schnappt in diesen Momenten nicht nur ab, sondern beißt leider wirklich zu.
Aus diesem Grund trägt er hier einen stabilen, sicheren Maulkorb, sobald ein auslösender Reiz in Reichweite ist - mindestens also ab Verlassen der Haustür.
Sind Frust und Wut verraucht, ist der Reiz weg und haben alle Gemüter sich gekühlt, ist Charles auch wieder "best buddy" mit demjenigen, den er gerade noch angegriffen hat. Und setzt fröhlich und freundlich seinen Weg fort.

Unser Eindruck: Charles ist ein fröhlicher und lustiger Kerl, immer auf Achse und total aufgeschlossen, der sich sehr gerne bewegt und auch sehr verschmust sein kann. Leider ist er durch seine Verhaltensstörung und das hinzukommende Aggressionsverhalten sehr anstrengend zu führen. Gerade in unserer, doch etwas dichter besiedelten Umgebung kommt es mehrfach täglich zu "Frust-Anfällen" (kein Fachbegriff) seitens Charles. In ländlicherer, ruhigerer Umgebung ist es deutlich angenehmer mit ihm. Er jagt kein Wild (bis dato) und bleibt sogar von sich aus brav auf den Wegen. Er schließt sich im Freilauf sehr gut an und läuft auch nicht weg.

Seine Sozialverträglichkeit ist je nach Hund besser oder schlechter. Im Erstkontakt kann Charles extrem frech sein (aufspringen und in den Nacken beißen), im Haus ist er knistelig mit Ressourcen (Futter, Küche, Bezugsperson). Diese Themen haben wir allerdings ausgiebig mit Charles trainiert: mit einem wachen Auge und guter Präsenz verkneift Charles sich das Keifen und kann durchaus "nett" mit anderen Hunden zusammen leben.
Insgesamt genießt Charles den Kontakt zu anderen Hunden und hat auch schon viele "Freunde" gefunden. Charles liebt Raufspiele - noch besser findet er Rennspiele, die aber fast immer kippen (oh Wunder).

Was Charles bei uns lernen muss und bestimmt auch in Zukunft weiter lernen "möchte": Frust aushalten, Impulsen widerstehen, nicht so schnell wütend werden, nach dem Hochfahren auch wieder Runterfahren, nicht jeden Konflikt annehmen, einen kühlen Kopf bewahren, überhaupt: zur Ruhe kommen, Konzentration, keine Menschen und keine Hunde beißen. Erste Erfolge konnten wir schon verbuchen; weitere sind noch im Prozess.

Charles ist unserer Meinung wirklich ein armer Tropf, der zu dem gemacht wurde, was er nun ist. Charles ist schon irgendwie irre, aber sich dessen (logischerweise) so gar nicht bewusst. Im Gegenteil, der Typ ist super lebensfroh und agil und munter.
Ein neuer Besitzer sollte Lust auf Konflikte haben und handlungsfähig sein. Manche seiner "Herausforderungen" werden Charles meiner Meinung nach noch lange (sehr lange) begleiten, da sie ziemlich manifestiert sind. Dazu gehören vor allem die Schlagworte Frust - Hochfahren - Aggression. Hier sind Menschen mit stoischer Gelassenheit, mit Biss und Durchhaltevermögen gefragt.
Wir wissen, dass es nicht einfach sein wird, jemanden für Charles zu finden. Wir wünschen es ihm so sehr."

2016:

Charles kam als Welpe zu uns, weil er seine Besitzer völlig überforderte und er sehr deutlich wurde, wenn ihm etwas nicht passte. Zu dem Zeitpunkt passte ihm sehr vieles nicht. In den folgenden Wochen bei uns wurde es deutlich besser, aber es stellte sich heraus, dass Charles zwar ein reizender junger Hund ist, aber er geht ungern Kompromisse ein. Dies versuchten wir bei der Vermittlung deutlich herauszustellen. Letztendlich kam er nach einem Jahr zurück, weil die Besitzerin nicht mit ihm fertig wurde. . . . . Man muss einen solchen Hund mögen, der immer Widerworte gibt, schnell mal übers Ziel hinaus schießt, wenig Geduld hat, gerne übergriffig wird, blitzschnell und sehr gescheit ist. 

Wenn man ihn ins Herz geschlossen hat, schätzt man seine loyale Art, die allerdings so weit geht, dass er nicht gerne alleine bleibt. Mit anderen Hunden geht das aber ganz gut. Obwohl man auch da wieder schauen muss, da er bei Hunden ähnlich wie bei Menschen gerne mal übertreibt. Einfach so. Ein kurzer Happs und sich tierisch freuen, wenn die anderen sich beschweren. Man sieht ihn förmlich griensen dabei. Er möchte eigentlich lieb sein, auch ruhig, aber das Temperament geht mit ihm durch, sein jugendlicher Leichtsinn treibt ihn an. Er wirkt hin- und hergerissen, leidet aber nicht darunter sondern hat förmlich Spass daran.  Charles ist schlecht zu beschreiben. Denn er kann so lieb, so verschmust sein, er ist sehr gehorsam, kennt alle Grundkommandos. Wenn er dann böse wird, ist es nicht langanhaltend und boshaft, trotzdem ernsthaft. Wenn man ihm die Courage abgekauft hat, ist die Wahrscheinlichkeit gebissen bzw. gezwickt  zu werden, deutlich geringer. Doch das muss man sich verdienen. Er läßt sich nicht von jedem etwas sagen. Mit Menschen die er mag, diskutiert er besonders gern . . . 

Wenn man sich Charles nach Hause holt, weiss man, dass man eine lebenslange wundervolle aber oft anstrengende und unter Umständen schmerzhafte Aufgabe hat. Obwohl er sehr nett sein kann, sollten es nicht zu viele Personen sein, die mit ihm wohnen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine davon aufgibt und die Rückgabe verlangt vergrößert sich mit jedem weiteren Menschen. Er kann schon nerven. . . .  Dabei sind wir ganz sicher, dass man mit Charles zu einem wundervollen Team zerschmelzen kann, bei dem jeder seine Freiräume hat und man mit Wohlwollen und Großzügigkeit dem anderen begegnet und doch klare Grenzen definiert!

Wichtig: Charles ist nicht sehr groß, er wirkt auf den Bildern deutlich größer als er ist. Er ist kleiner und leichter als ein Labrador z. B. 

Charles mit 18 Wochen: