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Bruno, m. kastr., geb. 04/2010 

Ansprechpartner ist: Gerlinde Feser, Tel. 0152-29589726, Mail: shop@puppentreff.de

Bruno ist ein alter Griffon bleu de Gascogne. Als Bruno bei uns ankam war er in einem gesundheitlich und psychisch ganz schlimmen Zustand. Er geriet bei jeder Berührung, besonders an der Schulter und im Halsbereich, in Panik und hat um sich geschnappt. Das sollte dien Menschen auf Distanz halten. Anleinen und Berühren war nur mit Maulkorb möglich. Auch bei allen Hunden die ihm zu nahe kamen, ist er sofort in dieses Verhalten gefallen, ganz besonders bei Rüden. Wir haben ihm dann einen Maulkorb aufgesetzt, auch um ihn untersuchen zu können und um ihm zu zeigen, dass Anfassen nicht mit Schmerzen verbunden ist. Bei dieser Untersuchung hat sich für uns ein Bild des Jammers gezeigt. Er war übersät mit alten Bissverletzungen und Narben am ganzen Körper. Seine Zähne waren in einem katastrophalen Zustand und mussten sogar in 2 Sitzungen gemacht werden, dabei wurde er auch kastriert. Mit den Ohren hat er auch heute noch so sein Behandlungs- und Pflegeprogramm. Und weil das noch nicht genug ist, hat er auch noch eine Schilddrüsenunterfunktion und bekommt dafür jetzt Medikamente.
Alles in allem viel - aber in den Griff zu bekommen. Wir haben ihm sowohl körperlich als auch psychisch geholfen wieder neu anzufangen in seinem Leben aufzublühen. In ganz kurzer Zeit hat er auf seiner Pflegestelle eine ganz enge Bindung zu seiner Bezugsperson aufgebaut. Sie konnte ihn ganz schnell, immer mit Blick auf sein Handicap, überall anfassen, bürsten, anleinen….. Er ist zu einem witzigen und sehr verschmusten Senior geworden und lebte fast komplett ohne Maulkorb. Diesen brauchte er nur, wenn Besuch kam und man nicht sicher sein konnte, das dieser Bruno dann nicht doch mal einfach anfassen wollte, da er ja so knuffig ist. Bald hatte sich für ihn eine ältere Dame gemeldet, zu der Bruno sofort auch Vertrauen fassen konnte. 11 Wochen lebte er in seinem neuen Zuhause ganz unauffällig. Doch mit der Zeit gab es dann immer wieder Situationen, in denen er wieder in seine alten Muster zurückfiel. Das Risiko für die Frau war unserer Meinung nach einfach zu groß und wir haben ihn bei uns wieder aufgenommen. Bei Tino lebt er jetzt ganz unauffällig in der Hundegruppe, aber er wartet so sehr auf ein eigenes Zuhause. Sobald er den Menschen sieht will er zu ihm und weint. Er hat dies auch schon auf seiner Pflegestelle gezeigt, auch dort weinte und heulte er auch schon mal länger, wenn er allein bleiben musste. Wobei er nichts in der Wohnung kaputt gemacht hat. Wo sind die Menschen, die diesem Senior mit Handicap einen erfahrenen und warmen Gnadenplatz ermöglichen.