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Do., 23.04.2020 der TiNO-BLOG

...aus dem Tierheim

TiNO in Corona-Zeiten – UNSER TiNO-BLOG

DER TiNO-BLOG

Schattenhund Charles, geboren Februar 2014 . . . . . seine Karriere als Verbrecher begann bereits im Kindesalter. Charles war 3 Monate alt, als er das erste Mal ins Tierheim kam. Seine Familie trug die letzten 14 Tage in der gemeinsamen Wohnung nur noch Gummistiefel, weil sich Charles sofort in die Beine verbiss, wenn sich jemand bewegte. Dieses kleine Kind war so voll Zorn, Wut, Aggression, er war vergleichbar mit einem Kleinkind, das sich schreiend auf den Boden wirft.

So kam er in eine Pflegestelle, wo er lernte, dass das Leben für einen so jungen Hund doch viel Spaß macht, wenn man ein paar Regeln befolgt. Andere Hunde halfen mit, ihm Struktur zu geben. Nach 8 Wochen war er so gefestigt und freundlich, dass er vermittelt werden konnte. Es meldete sich jemand mit Hundeerfahrung, so dass alle Beteiligten davon ausgingen, dass der kleine Baby-Charles ein „Für-immer-zuhause“ hat. Das Tierheim bot jegliche Hilfestellung an, wenn es Probleme gäbe.

Er war knapp ein Jahr alt, als die völlig aufgelöste Besitzerin ihn schließlich zurück brachte ins Tierheim. Beide Unterarme wiesen Narben, Kratzer und Blutergüsse auf. Leider glaubte die Dame, sie bekäme ihr Problem alleine in Griff und probierte alles Mögliche aus, statt sich Hilfe zu holen. Erst als das Kind in den Brunnen gefallen war, stand sie kompromisslos vorm Tor.

Es stellte sich heraus, dass Charles zwar seinen Menschen sehr zugetan ist, er aber terrierlike völlig eskaliert, wenn er mit etwas nicht einverstanden ist. Sein Verhalten hat sich in der Zeit außerhalb des Tierheims leider gefestigt. Er steigert sich in Aggressionsattacken, die er selbst kaum mehr regulieren kann. Wenige Menschen haben dann noch Zugang zu ihm. Genauso fröhlich freundlich kann er aber auch sein, und ist immer ein bisschen drüber dabei. Hätte er die Größe eines Yorkshire-Terriers würden vermutlich die meisten Menschen darüber lachen oder könnten es händeln. So hat der Kerl aber 25 kg und 55 cm Rückenhöhe. Ein ganzer Kerl also und das macht ihn gefährlich.

Es dauerte ein Jahr, bis sich die nächste Gelegenheit für ihn bot in Form eines Hundetrainer-Paares, die ihn in Pflege nahmen, mit ihm arbeiteten und versuchten ihn im Kunden- oder Kollegenkreis zu vermitteln. Er lernte viel, konnte sich zurücknehmen, und war eigentlich ein vermittelbarer wenn auch schwieriger Hund. Doch nach über einem Jahr gaben sie auf. Es stellten sich keine weiteren Verhaltensänderungen mehr ein und Übernehmer waren keine in Sicht.

Seitdem lebt Charles im Tierheim, lebenslänglich, weil er rückfällig wurde. Und er muss immer mal wieder in wechselnde Gruppen, weil er mit seiner Terrierart oft aneckt und irgendwann dann von den Hunden „angezählt“ wird. Bevor es zu größeren Verletzungen kommt, muss er dann wieder mal intern umziehen. Er kann so reizend sein, aber auch so arg drüber. Ein kopfloser Terrier im XXL-Format.

Charles braucht dringend einen festen Menschen, einen Paten, der mit ihm Ausflüge unternimmt und sein Tierheim-Dasein dadurch angenehmer macht. Ein Mensch, der keine Angst vor ihm hat, mit ihm übt, aber auch schmust und mit ihm die alltäglichen Dinge neu erarbeitet, die es ihm ermöglichen, mehr an unserem Leben teilzuhaben.

Vielleicht findet sich ja auch noch ein Mensch, der ihn mit nach Hause nimmt, der es sich zutraut und auch schafft, mit diesem speziellen Hund klar zu kommen, der ihn liebt mit all seinen Ecken und Kanten und in ihm das sieht, was er manchmal noch ist: ein kleiner wütender Baby-Charles.

Für Charles ist Entschleunigung und keine Ziele außer dem gelebten Moment zu haben das größte Geschenk. Wer mag ihm Zeit schenken und traut sich zu, ihm diese Momente zu ermöglichen?

Wir hatten in einem Beitrag im Februar schon einmal von diesem besonderen Hund erzählt. Vielleicht gibt es ja noch eine Chance für ihn, auf Zeit oder für immer! Denn

Gott liebt den Terrier!!! Freispruch für Charles!!!!

Haltet durch und bleibt gesund!