Als ich Lotte das erste Mal sah, war sie in einem Zwinger im
Tierheim und lief am Zaun auf und ab. Ich wusste sofort: „Die hol ich zu mir
auf die Couch in Pflege, bis sich jemand für sie findet, der ihr eine größere
Couch bieten kann.“ Ganz zum Entsetzen meines Mannes, der von Anfang an dagegen
war und sie nicht einmal sonderlich hübsch fand. Ich dagegen fand sie
wunderschön!
Meine Antwort auf sein Entsetzen war nur: „die Liebe erträgt
alles …erduldet alles“...und ich packte sie ins Auto.
Lotte hatte in ihren 7 Lebensjahren bei einem Züchter gelebt, als Wurfmaschine unter keinen schönen
Bedingungen. Sie kannte nichts Gutes, so war es kein Wunder, dass sie vor
Menschen Angst hatte und erstmal um sich schnappte …..
Sie wusste nicht was es heißt, spazieren zu gehen, und
musste erst lernen, draußen Pippi zu machen. Sie kannte es nicht, mit den
Fingern gefüttert zu werden und biss eher beherzt zu statt vorsichtig und
geduldig entgegenzunehmen, was einem der Zweibeiner so Leckeres hinhält. Auch
die Erfahrung, von anderen Hunden (meinen zwei Gina und Sally)geliebt und
beschmust zu werden, war ihr ein Rätsel und es dauerte lange, bis sie
gelernt hatte, es zu genießen. Die beiden zähmten Lotte mit dem Erfolg, dass sich
Lotte öfter einfach auf sie drauf setzte… sie wusste eben noch nicht ganz, wie das
mit dem Schmusen funktioniert.
Sie lernte unsere Couch kennen und lieben, wedelte mit ihrem
Stummelschwänzchen, wenn ich sie nur anschaute. Morgens, wenn ich aus dem Schlafzimmer
kam, freute sie sich als sei ich monatelang weg gewesen. In der Küche war sie
stets an meiner Seite und fungierte als Staubsauger. Mein Mann nannte sie „Die
kleine Küchenhilfe“ und meinte eines Tages:“ wie konnte ich diesen Hund jemals
nicht hübsch finden“!
Lotte atmete alles Gute ein als gäbe es kein Morgen mehr……..
Doch sie hatte von Anfang an einen sehr dicken Bauch, den
wir von einem Tierarzt untersuchen ließen. So bekamen wir vom Tierarzt die
schreckliche Diagnose, dass Lotte ein zu großes, zu schwaches Herz habe und der
dicke Bauch, durch die schlechte Funktion des Herzens, mit Flüssigkeit gefüllt
sei. Sie würde lt. Arzt nur noch drei Monate leben.
Eine viel zu traurige Nachricht !
Sie musste viele Medikamente nehmen unter anderem auch Entwässerungstabletten,
um das viele Wasser im Bauch, so gut es ging, in den Griff zu bekommen. Das
Problem mit dem Pippi in der Wohnung wurde dadurch nicht unbedingt verbessert,
denn länger als eine halbe Stunde konnte sie es nicht mehr halten.
Lotte war trotz ihrer Krankheit immer ein fröhlicher und
lustiger kleiner Hund, der jeden Tag lebte als sei es der Letzte
Leider hat der Arzt fast Recht behalten, denn unser Li- La-
Löttchen starb am Montag den 1.März an den Folgen ihres zu großen Herzens. Viel
zu früh aber immerhin 2 Monate länger als vermutet.
In Ihren Augen konnte ich täglich ihre Dankbarkeit
lesen…..Dankbarkeit dafür, doch noch zu erfahren was Liebe und Freude ist.
„Unser Li- La- Löttchen, das haben wir doch gern für dich getan!“
Als Lotte zu uns gebracht wurde, wollten wir unseren Augen nicht trauen: Es schien so, als sei Lotta tragend, was unter ihren früheren Lebensumständen keine Überraschung gewesen wäre. So kleine dicke Hundekinder - kleine Englische Bulldoggen eben - da hatten selbst wir uns auf den Nachwuchs gefreut. Lotte kam von einem "Vermehrer", hatte noch nichts Schönes gesehen in ihren 6 Jahren, war heruntergekommen und ängstlich. Wir gaben sie in eine Pflegestelle und warteten ein paar Tage ab. Sie wurde nach Strich und Faden verwöhnt, gehätschelt, gefüttert, gestreichelt. Doch bald beschlossen wir, doch einmal nachschauen zu lassen, ob unsere Vermutung stimmt.
Der Schreck war größer als die Enttäuschung, als wir erfuhren, dass Lotte nicht schwanger war sondern viel Wasser im Bauch hatte. Sie wurde zunächst operiert, dabei gleich kastriert und es wurde jede Menge Wasser "abgelassen". Da festgestellt wurde,dass ihr Herz nicht in Ordnung war, gingen wir mit Lotte in eine Klinik, die sich auf Herzuntersuchungen spezialisiert hat. Dort nahm man uns jede Hoffnung: Lottes Herz ist viel zu groß und funktioniert auch mit den besten Medikamenten nicht mehr richtig. Immer wieder läuft ihr Bauch voll mit Wasser . . . .
Die Ärzte gaben ihr noch 3 Monate zu leben - 2 sind um, doch Lotte geht es den Umständen entsprechend noch gut. Wir hoffen, dass sich die Ärzte zumindest in ihrer Lebenszeit getäuscht haben, und wollen ein Zeichen in die Zukunft setzen:
Lotte hat es das erste mal in ihrem Leben gut. Sie lebt mit Kind und Hunden in einer wunderschönen Wohnung, darf mit auf die Couch, kann noch kleinere Spaziergänge machen, und ist jeden Tag im TINO-Büro mit auf der Arbeit. Auch dort wird sie von jedem verhätschelt und bekommt Leckerlis zugesteckt. Lotte genießt jeden Tag ihres Lebens . . . .
Wir hoffen, Paten zu finden, die uns unterstützen und Lotte ihre teuren Medikamente mit finanzieren. Ebenso hoffen wir, dass wir ganz viele Paten benötigen, denn unsere Li-La-Lotte soll noch ganz lange leben !!!!!